1991 reiste die Schwedin Kerstin Nordin nach Lettland, das gerade seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion errungen hatte. Wie viele andere Länder in vergleichbarer Situation hatte auch Lettland damals große soziale Probleme.
Frau Nordin stellte fest, daß Kinder und Jugendliche es in den staatlichen Heimen sehr schwer hatten. Viele waren Waise bzw. waren Kinder von Eltern, die kaum in der Lage waren, sich um ihre Kinder zu kümmern. So wurden und werden noch heute viele Jugendliche mit 14-15 Jahren aus diesen Heimen entlassen und stehen mit nur rudimentären Kenntnissen der Volksschule ohne eine Perspektive für ihre eigene Zukunft auf der Straße. Die Folgen sind oft, dass sie ins kriminelle Milieu abgleiten und somit auch oft im Gefängnis landen.

Um in dieser Not zu helfen, beschloß die schwedische Stiftung „Livslust“, ein Heim mit dem Namen “Livslust-Dzivesprieks“ zu gründen, damit diese in Not befindlichen Jugendlichen eine Chance zu einem normalen Leben bekommen sollen.
Im Jahr 2004 wurde Lettland Mitglied der EU, aber immer noch zählt es zu den armen Ländern in Europa. Erst allmählich entwickelt sich eine Mittelschicht und langsam stabilisiert sich die wirtschaftliche Lage. Dennoch wächst in der Gesellschaft die Kluft zwischen Arm und Reich. Am schwersten betroffen sind elternlose Jugendliche oder Jugendliche die aus zerrütteten Familien stammen und die dadurch geringe Chancen haben, sich in die Gesellschaft zu integrieren.


 


KÖNIGIN Silvia von Schweden,
die Schirmherrin von Livslust, war
als Ehrengast anwesend bei der
10-jährigen Jubiläumsfeier am
17. Mai 2006 in Lettland
.


Styrelse 1993: Christer Magnusson, Kerstin Nordin, Laila Freivalds, Johan Holmsäter. Vorstand in Schweden.



Einweihung des Livslust Heimes am 21.Mai 1996 mit der Schirmherrin des Heimes, Königin Silva von Schweden, mit einigen der ersten Jugendlichen des Heimes.